Michael Kaiser
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mir armen Soldaten,
der sein Proth mit dem Degen gewünen mueß,
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Die Karriere des Kriegsunternehmers Jan von Werth
GiK 49 (2002), S. 131170.
Abstract:
Der Bauernsohn Jan von Werth kam als einfacher Soldat zur Armee der spanischen Krone. In anderen Diensten stieg er zum Feldmarschall auf. Die atemberaubende Karriere und der soziale Aufstieg zum Reichsfreiherrn machen ihn zu einem überaus erfolgreichen Vertreter des Kriegsunternehmertums in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Der Beitrag will kein ausschließlich biographischer Abriß sein, es werden vielmehr die strukturgeschichtlichen Faktoren einer Militärkarriere im 16. Jahrhundert herausgearbeitet. Zunächst geht es um die allgemeinen Rahmenbedingungen eines solchen Aufstiegs als Soldat, vor allem um die Überlebenschancen und die Risiken. Des weiteren werden die militärischen Qualitäten Werths in den Blick genommen. Nicht weniger wichtig war Werths Einbindung in die soziale Welt des Kriegsunternehmertums: die nur schwer sichtbaren Verflechtungen lassen gleichwohl deren Bedeutung für die Karriere erkennen. Entscheidend war Werths Verhältnis zu Maximilian von Bayern, in dessen Diensten er die erfolgreichsten Jahre erlebte. Enttäuscht über die zeitweise Stagnation seiner Karriere und verbittert über einen politischen Kurswechsel Maximilians, wollte Werth auf die Seite des Kaisers wechseln, ein Verhalten, das aus bayerischer Sicht Verrat darstellte, aus Werths Sicht aber als Akt der Kaisertreue zu verstehen ist, das zudem dem Karrierekalkül des Kriegsunternehmers geschuldet war. Dies hat das Bild in der Geschichte getrübt, Werths Leistung und sein erfolgreicher sozialer Aufstieg im und durch den Krieg sind jedoch bemerkenswert.
Jan von Werth appears to be one of the most successful military enterprisers in the times of the Thirty Years War. Born as son of a peasant he made a career as soldier. He ended up as field marschall of the Bavarian forces and rose to noble status (Reichsfreiherr). The article tries to outline the conditions of his career as military enterpriser. First there are the circumstances of the life as soldier and especially the risks of a commander. Werths way to the top was due to his military skills which he proved as commander of the cavalry. He was also part of the network of military enterprisers and, even more important for his career, proved to be a loyal general in the eyes of Maximilian of Bavaria, which he served in his most successful times. But as Maximilian changed his policy, Werth was disappointed by this and the stillstand of his career. He left Bavarian and entered Imperial service. Though Werths reputation and image had been seriously damaged by what is called the »mutiny of Jan von Werth«, he still has to be reckoned among the most successful military enterprisers of this times.