Klaus Militzer
Ein Kölner
Barbier und sein Nachlass vom Ende des 14. Jahrhunderts
GiK 56 (2009), S. 155–170.
Abstract:
Wenn man davon ausgeht, dass das Handwerk im 14. und 15. Jahrhundert einen goldenen Boden gehabt habe, kann der Barbier Heinrich Loyff dafür als Beispiel herangezogen werden. Sein Testament und die zusätzlichen Besitznachweise über ihn scheinen eine derartige Interpretation nahe zu legen. Er darf als wohlhabend und einer wie auch immer definierten Mittelschicht zugehörig betrachtet werden. Jedoch handelt es sich bei ihm um eine Ausnahme. Denn eine Vielzahl seiner Bekannten und Verwandten zählte nicht zu den Wohlhabenden oder einer solchen Mittelschicht. Deren Situation, soweit sie jeweils zu ermitteln ist, legen eine andere Deutung nahe. Denn Vermögen und wirtschaftliche Potenz dieser Personen reichten bei weitem nicht an die des genannten Barbiers heran.