Walter Buschmann
Quo Vadis
Kalk? Ein Kölner Stadtteil und die Zukunft seines größten Industriebetriebes:
Klöckner-Humboldt-Deutz
GiK 56 (2009), S. 239–265.
Abstract:
Zu den bedeutendsten Maschinenfabriken Westdeutschlands und zu den Kölner Großunternehmen gehörte die 1856 gegründete Maschinenbauanstalt Humboldt in Köln-Kalk. Martin Neuerburg, Eugen Langen, Richard Zöllner und Peter Klöckner waren die prägenden Namen einer Werksentwicklung mit bis zu 4.000 Beschäftigten Ende der 1920er-Jahre. Verbunden mit der Gasmotorenfabrik Deutz erlebte die Maschinenfabrik im Konzern Klöckner-Humboldt-Deutz seit 1930 und besonders nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal eine lebhafte bauliche Entwicklung. Der vorliegende Aufsatz basiert besonders auf Recherchen im Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv und konzentriert sich auf die architektur- und städtebaulichen Resultate der industriegeschichtlichen Entwicklung des Kalker Unternehmens. Neue Erkenntnisse zur Architekturgeschichte, beurteilt auch im Spiegel der industriegeschichtlichen Bedeutung des Unternehmens und der Stadtgeschichte von Köln-Kalk, führten zu einer Neubewertung der noch vorhandenen Industriebauten auf dem Humboldt-Gelände verbunden mit dem Wunsch, diese Bauten in eine erhaltende Art der Stadtentwicklung einzubinden. Der Aufsatz ist die gekürzte Fassung eines Gutachtens des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, das dem Amt des Stadtkonservators Köln zur Eintragung der hier gewürdigten Bauten in die Denkmalliste der Stadt vorliegt.